Autor: Dr. med. Burkhardt & Heinemann

  • Akupunktur – Ganzheitliche Therapie

    Akupunktur – Ganzheitliche Therapie

    Sanfte Unterstützung für Ihre Gesundheit

    In unserer Praxis bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer individuell abgestimmten Akupunkturbehandlung. Diese bewährte Methode unterstützt den Organismus auf natürliche Weise dabei, Beschwerden zu lindern, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Heilungsprozess sanft zu fördern.

    Was ist Akupunktur?

    Akupunktur ist die gezielte therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen mit Nadeln und zugehörigen Reizverfahren über spezifische Punkte der Körperoberfläche. Sie wirkt unter anderem durch die Anregung und Wiederherstellung der körpereigenen Regulation. Eingesetzt wird die Akupunktur in Prävention, Therapie und Rehabilitation – insbesondere bei funktionellen, psychosomatischen und organischen Erkrankungen sowie bei Schmerzzuständen.

    Die Akupunktur zeigt, dass Vorgänge im Organismus durch die Reizung lokaler und entfernter Punkte gezielt beeinflusst werden können. So werden Energieflüsse harmonisiert, Blockaden gelöst und die körpereigenen Heilungskräfte aktiviert.

    Mikrosysteme und Ohrakupunktur

    Neben den klassischen Körperpunkten gibt es sogenannte Mikrosysteme. Der französische Arzt Paul Nogier entdeckte, dass auf der Ohrmuschel der gesamte Organismus auf kleinster Fläche in Form reaktiver Punkte mit festem Bezug zur Körpertopografie und Körperfunktion repräsentiert ist.
    In unserer Praxis wird die Akupunktur daher sowohl an Körperpunkten als auch an Ohrpunkten durchgeführt – je nach Beschwerdebild und individueller Situation.

    Triggerpunkt-Akupunktur

    Ein weiteres wichtiges Behandlungsfeld ist die Triggerpunkt-Akupunktur. Triggerpunkte sind kleinste, schmerzhafte Muskelverhärtungen, die myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen verursachen können – etwa Bewegungseinschränkungen und gestörte Bewegungsabläufe. Durch die gezielte Behandlung solcher Triggerpunkte mittels Akupunktur lassen sich diese Störungen wirksam lindern.

    Wann kann Akupunktur helfen?

    Die Akupunktur wird begleitend bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, zum Beispiel bei:

    • Schmerzen
      – Akute und chronische Schmerzen
      – Beschwerden und Funktionsstörungen des Bewegungssystems (z. B. Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden)
    • Kopfschmerzen
      – Migräne
      – Spannungskopfschmerzen
    • Stress- und Erschöpfungssymptome
      – Burnout
      – Schlafstörungen
      – Innere Unruhe
    • Magen-Darm-Beschwerden
      – Reizdarmsyndrom
      – Übelkeit
      – Verdauungsstörungen
    • Allergien und Atemwegserkrankungen
      – Heuschnupfen
      – Asthma
      – Urtikaria (Nesselsucht)
    • weitere Anwendungsgebiete
      – Begleitend zur Raucherentwöhnung
    Nahaufnahme einer Hand mit Akupunkturnadel

    Wie läuft eine Behandlung ab?

    Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese, bei der wir Ihre Beschwerden, Wünsche und Erwartungen besprechen. Anschließend erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan.
    Eine typische Sitzung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und findet in entspannter Atmosphäre statt.

    Akupunkturbehandlungen sind sanft, individuell und nahezu schmerzfrei. Sie werden sorgfältig durchgeführt und sind besonders verträglich. Viele Patientinnen und Patienten berichten von einem angenehmen Entspannungsgefühl während der Behandlung.

    Die Anzahl der benötigten Sitzungen richtet sich nach Ihrem persönlichen Behandlungsziel. Manchmal reichen bereits wenige Termine aus, während bei chronischen Beschwerden eine regelmäßige Begleitung sinnvoll sein kann.

    Kosten und Erstattung für Akupunkturbehandlungen

    Die Kosten der Akupunkturbehandlung werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Private Krankenkassen übernehmen die Behandlung in der Regel ganz oder teilweise.
    Eine Übernahme der Behandlungskosten durch die gesetzlichen Krankenkassen ist regulär nicht gegeben. Gesetzlich Versicherte können jedoch eine mögliche Kostenbeteiligung direkt bei ihrer Krankenkasse erfragen.

    Historischer Hintergrund

    Die Wurzeln der Akupunktur reichen viele Jahrtausende zurück. In die westliche Welt gelangte sie im 17. Jahrhundert. Der Begriff „Akupunktur“ stammt aus dem Lateinischen: acus bedeutet „Nadel“ und pungere „stechen“. Seit den 1970er-Jahren wird Akupunktur auch in westlichen Ländern wissenschaftlich erforscht und findet seither zunehmend Anerkennung in der modernen Medizin.

    Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gesundheit!

    Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Praxis. Wir beraten Sie ausführlich zur Akupunktur und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Plan, der optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

    Wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und innerer Balance zu begleiten.

    Unsere Expertise

    Frau Dr. med. Claudia Burkhardt hat im Sommer 2025 in Berlin den Nachweis einer Akupunkturgrundausbildung A-Diplom (120 Unterrichtsstunden) erbracht und damit den Anforderungen der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur sowie des Curriculums der Bundesärztekammer entsprochen. Sie ist Mitglied in der DÄGfA (Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.).

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  • Was ist Funktionelle Medizin?

    Was ist Funktionelle Medizin?

    Der Mensch als komplexes System

    Die Funktionelle Medizin ist ein innovativer Ansatz in der medizinischen Versorgung, der sich zunehmend als Ergänzung zur klassischen Schulmedizin etabliert. Anders als in der traditionellen Medizin, bei der oft nur Symptome behandelt werden, konzentriert sich die Funktionelle Medizin darauf, die Ursachen von gesundheitlichen Beschwerden zu erkennen und nachhaltig zu beheben. Ziel ist es, den Körper als Einheit zu betrachten und individuelle Unterschiede zu berücksichtigen.

    In diesem Konzept wird der Mensch als komplexes System gesehen, in dem genetische Faktoren, Umweltbelastungen, Ernährung und Lebensstil eine bedeutende Rolle spielen. Ärzte, die diesen Ansatz verfolgen, nehmen sich Zeit für eine ausführliche Anamnese. Dabei werden Lebensgewohnheiten und Ernährungsweisen genau analysiert, um ein umfassendes Bild der individuellen Gesundheit zu gewinnen. Auf Basis dieser Diagnostik werden individuelle Therapiepläne erstellt, die oft auch alternative und ergänzende Behandlungsmethoden einbeziehen.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt der Funktionellen Medizin ist die Prävention. Durch die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um Erkrankungen vorzubeugen oder deren Verlauf positiv zu beeinflussen. Patienten lernen, wie sie durch Anpassungen im Lebensstil – etwa durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und effektives Stressmanagement – ihre Gesundheit aktiv fördern können.

    Die Funktionelle Medizin bietet somit einen wertvollen Beitrag zu einer modernen, patientenorientierten Gesundheitsversorgung, in der nicht nur die Symptome, sondern die Ursachen der Erkrankung im Fokus stehen.

    Funktionelle Medizin – Begleitende Behandlung bei chronischen und komplexen Erkrankungen

    Sie kann bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern unterstützend angewendet werden. Besonders bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden kann die Funktionelle Medizin helfen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

    Zu den Erkrankungen, die mit Funktioneller Medizin begleitend behandelt werden können, gehören unter anderem:

    • Chronische Magen-Darm-Erkrankungen
      Dazu zählen Reizdarmsyndrom, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronische Verstopfung oder Durchfälle sowie entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Funktionelle Medizin setzt hier auf eine gezielte Ernährungsumstellung, Darmgesundheit und Entzündungshemmung.
    • Autoimmunerkrankungen
      Krankheiten wie Hashimoto-Thyreoiditis, rheumatoide Arthritis oder Multiple Sklerose profitieren oft von einem individuellen Therapieansatz, der das Immunsystem reguliert und entzündungsfördernde Faktoren reduziert.
    • Hormonelle Störungen
      Dazu gehören Schilddrüsenprobleme, Wechseljahresbeschwerden oder Nebennierenschwäche. Mit gezielter Diagnostik und Anpassung von Ernährung und Lebensstil kann die Funktionelle Medizin das hormonelle Gleichgewicht unterstützen.
    • Chronische Erschöpfung und Burnout
      Stress, Schlafmangel und eine Überlastung des Körpers können zu anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung führen. Die Funktionelle Medizin hilft, Stressoren zu identifizieren, den Körper zu stärken und neue Energie zu gewinnen.
    • Stoffwechselstörungen und Übergewicht
      Diabetes Typ 2, Insulinresistenz und andere Stoffwechselerkrankungen lassen sich durch gezielte Ernährungsstrategien und individuelle Therapieansätze positiv beeinflussen.
    • Hauterkrankungen
      Neurodermitis, Akne oder Psoriasis stehen oft in Verbindung mit Entzündungen im Körper oder einer unausgeglichenen Darmflora. Die Funktionelle Medizin betrachtet Hautprobleme ganzheitlich und setzt auf innere Heilung.

    Funktionelle Medizin in unserer Praxis – Methoden für Ihre ganzheitliche Gesundheit

    Für das Erstgespräch nehmen wir uns 60 min Zeit für ihre persönliche Geschichte und widmen uns allen bestehenden Symptomen, bevor wir gemeinsam die geeignete Diagnostik auswählen.

    Häufig kommt hier die VNS Analyse zum Einsatz, um eine Ausgangssituation zu eruieren.

    Die Auswertung ihrer Befunde und Therapieplanung erfolgt in der Regel nicht in der Sprechstunde sondern in der Vorbereitung darauf.

    Für eine Befundbesprechung und einen Therapievorschlag treffen wir uns erneut in der Sprechstunde für ca. 30 min.

    Über einen von uns gemeinsam festgelegten Zeitraum erfolgen im Anschluss weitere Diagnostik und Therapieanpassungen befundabhängig.

    Gerne analysieren wir zwischenzeitlich oder auch am Ende einer Behandlung erneut mittels VNS Analyse ihr vegetatives Nervensystem.

    In der funktionellen Medizin geht es darum, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern auch die Ursachen von Beschwerden zu erkennen und zu beheben. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, die individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden: Neben den vielen Umstellungen, die vorgenommen werden können, kann auch eine Behandlung mittels IHHT begleitend erfolgen.

    Ernährungsumstellung:

    Eine ausgewogene Ernährung ist das Fundament. Durch gezielte Veränderungen – wie eine entzündungshemmende Diät oder den Verzicht auf belastende Nahrungsmittel – können Entzündungen reduziert und das Immunsystem gestärkt werden.

    Gezielte Labordiagnostik

    Moderne Blut- und Stoffwechseltests der speziellen Immunologie helfen dabei, Ungleichgewichte im Körper aufzudecken. So können beispielsweise Nährstoffmängel, hormonelle Dysbalancen oder entzündliche Prozesse frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden.

    Nahrungsergänzungsmittel

    Basierend auf den Untersuchungsergebnissen können Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Präparate eingesetzt werden, um erkannte Defizite auszugleichen und die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen.

    Darmgesundheit und Mikrobiom-Optimierung:

    Ein gesunder Darm bildet die Basis für das Immunsystem. Durch den gezielten Einsatz von Probiotika und eine angepasste Ernährung wird die Darmflora unterstützt, was zu einer besseren Verdauung und gesteigertem Wohlbefinden beitragen kann.

    Stressmanagement und Bewegungstherapie

    Stress ist oft ein stiller Mitverursacher chronischer Beschwerden. Entspannungsverfahren wie Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung sowie ein individuell abgestimmtes Bewegungsprogramm helfen, das Stresslevel zu senken und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

    Kosten und Erstattung

    Die Kosten werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Private Krankenkassen übernehmen die Behandlung in der Regel ganz oder teilweise.
    Eine Übernahme der Behandlungskosten durch die gesetzlichen Krankenkassen ist regulär nicht gegeben. Gesetzlich Versicherte können jedoch eine mögliche Kostenbeteiligung direkt bei ihrer Krankenkasse erfragen.

    Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gesundheit!

    Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Praxis. Wir beraten Sie ausführlich zu den Möglichkeiten der Funktionellen Medizin und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Plan, der optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

    Wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu begleiten.

    Unsere Expertise

    Frau Maria Heinemann hat im Sommer 2025 erfolgreich die Ausbildung zum Therapeuten für Funktionelle Medizin absolviert. Die Ausbildung umfasste 60 Unterrichtseinheiten mit jeweils 45 Minuten Unterrichtszeit.

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    Zertifikat: Praxis Lichtenberg

  • Grippeimpftermine

    Grippeimpftermine

    ⚠️ Wichtige Informationen zu unseren Grippeimpftagen 💉🦠
    📅 Grippeimpfungen nur mit Termin!

    ❌ Bitte beachten Sie: Während dieser Zeiten, in denen ausschließlich Grippeimpfungen stattfinden, können keine Rezepte, Überweisungen oder Krankschreibungen ausgestellt werden.
    👉 In dringenden Fällen kommen Sie bitte zu den jeweils anderen angegebenen Zeiten.
    👉 Nicht dringende Rezepte/Überweisungen holen Sie am besten ab Mittwoch, dem 08.10.25, ab.

    📅 Unsere Grippeimpftage 2025:

    Mittwoch, 01.10.25
    💉 08:30 – 12:00 Uhr: nur Grippeimpfungen
    🩺 12:00 – 13:30 Uhr: Annahme Akutsprechstunde

    Montag, 06.10.25
    🩺 08:30 – 10:00 Uhr: Annahme Akutsprechstunde
    🩺 11:00 – 14:00 Uhr: Sprechstunde
    💉 14:00 – 17:30 Uhr: nur Grippeimpfungen

    Donnerstag, 16.10.25
    🩺 08:00 – 12:00 Uhr: Sprechstunde
    🩺 12:00 – 13:30 Uhr: Annahme Akutsprechstunde
    💉 14:30 – 17:30 Uhr: nur Grippeimpfungen

    Mittwoch, 05.11.25
    💉 08:30 – 12:00 Uhr: nur Grippeimpfungen
    🩺 12:00 – 13:30 Uhr: Annahme Akutsprechstunde

    🙏 Vielen Dank für Ihr Verständnis!
    Ihr Praxisteam

    Allgemeine Informationen:
    Die Grippe (Influenza) gehört zu den saisonalen Infektionskrankheiten, die jedes Jahr viele Menschen betreffen. Je nach Saison erkranken in Deutschland mehrere Millionen Menschen. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr – umso wichtiger ist ein verlässlicher Schutz.

    💉 Grippeimpfung
    Der Impfstoff wird jedes Jahr neu angepasst, um die aktuell zirkulierenden Influenza-Stämme bestmöglich abzudecken.

  • 5 Mythen über Erkältungen

    5 Mythen über Erkältungen

    Rund um das Thema Erkältung kursieren viele Tipps und Überzeugungen: vom Knoblauch bis zur warmen Kleidung. Doch nicht alles, was man seit Kindertagen hört, stimmt auch wirklich. In diesem Beitrag klären wir fünf der häufigsten Erkältungsmythen auf und zeigen, was tatsächlich hilft.

    Mythos 1: Knoblauch schützt vor Erkältung

    🧄 Knoblauch gilt seit Jahrhunderten als gesundes Nahrungsmittel. Er enthält tatsächlich Substanzen, die antibakteriell wirken können. Trotzdem gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, dass Knoblauch zuverlässig vor Erkältungen schützt oder eine Ansteckung verhindert.

    Besser: Verwenden Sie Knoblauch gern als aromatisches und gesundes Lebensmittel – verlassen Sie sich jedoch nicht darauf, Erkältungen damit fernzuhalten.

    Mythos 2: Hühnersuppe macht sofort gesund

    🍲 Hühnersuppe wird seit Generationen als „natürliches Antibiotikum“ angepriesen. Ganz so stark ist ihre Wirkung zwar nicht – aber sie hat tatsächlich positive Effekte. Die warme Brühe spendet Flüssigkeit, liefert Mineralstoffe, wirkt leicht abschwellend und befeuchtet die Atemwege.

    Aber: Sie kann die Beschwerden lindern, nicht die Krankheit heilen. Wer stark erkältet ist, braucht vor allem Ruhe, Schlaf und Geduld.

    Besser: Hühnersuppe ist ein gutes Hausmittel, um sich wohler zu fühlen – aber kein Ersatz für ärztliche Behandlung, falls die Symptome länger anhalten oder sich verschlimmern.

    Mythos 3: Alkohol „desinfiziert“ von innen

    🍺 Ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt oder ein Schnaps bei den ersten Halsschmerzen? Der Gedanke, Alkohol könne Bakterien und Viren im Körper bekämpfen, ist ein Irrtum. Im Gegenteil: Alkohol schwächt das Immunsystem, trocknet den Körper aus und kann den Verlauf einer Erkältung eher verschlimmern.

    Besser: Greifen Sie lieber zu warmem Tee mit Honig oder einer heißen Brühe – das tut gut und unterstützt die Flüssigkeitszufuhr.

    Mythos 4: Viel Schwitzen hilft gegen Erkältung

    💦 „Die Erkältung ausschwitzen“ – dieser Spruch hält sich hartnäckig. Doch starkes Schwitzen, etwa durch Sauna oder dicke Decken, verkürzt eine Erkältung nicht. Im Gegenteil: Der Körper verliert Flüssigkeit und kann zusätzlich belastet werden.

    Besser: Schonung, ausreichend Schlaf und viel trinken sind effektiver. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich Ruhe, wenn Sie krank sind.

    Mythos 5: Erkältungen kommen von Kälte

    ❄️ „Zieh dich warm an, sonst erkältest du dich!“ – diesen Satz haben die meisten schon als Kind gehört. Aber: Kälte allein macht nicht krank. Erkältungen werden durch Viren ausgelöst.

    Was stimmt: Kälte kann die Abwehrkräfte der Schleimhäute schwächen. Wenn Nase und Rachen auskühlen, arbeiten die dortigen Abwehrzellen weniger effektiv. Auch kalte Füße oder Unterkühlung können den Körper stressen. Dadurch haben Viren leichteres Spiel. 🦠

    Besser: Warme Kleidung schützt also nicht direkt vor Viren, aber sie unterstützt den Körper dabei, sich zu wehren. Entscheidend ist letztlich der Kontakt mit Erkältungsviren – zum Beispiel in überfüllten Räumen oder bei engem Kontakt mit Erkrankten.

    Was wirklich hilft, um Erkältungen vorzubeugen

    • 🧼 Gründliche Händehygiene: Regelmäßiges Waschen mit Seife entfernt Krankheitserreger und ist eine der effektivsten Schutzmaßnahmen.
    • 🍏 Gesunder Lebensstil: Schlaf, Bewegung, frische Luft und Stressabbau stärken die körpereigenen Abwehrkräfte.
    • 💧 Ausreichend trinken: Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und unterstützt die natürliche Abwehr des Körpers.
    • 🤝 Abstand und Rücksicht: Wenn möglich, engen Kontakt zu bereits erkrankten Personen meiden. Husten- und Niesetikette einhalten.

    Hinweis zur Grippeschutzimpfung

    🩺💉 Neben Erkältungen tritt in der kalten Jahreszeit auch die echte Grippe (Influenza) vermehrt auf. Anders als eine Erkältung kann die Grippe schwer verlaufen. Ein wirksamer Schutz ist die jährliche Grippeschutzimpfung.

    👉 Die aktuellen Impfzeiten finden Sie jederzeit auf unserer Website im Bereich „News“. Schauen Sie dort nach und vereinbaren Sie gern einen Termin. So schützen Sie sich und gleichzeitig andere Menschen in Ihrem Umfeld.

    Fazit

    Hausmittel können in manchen Fällen eine wohltuende Unterstützung sein – etwa warme Tees, Inhalationen oder Ruhe. Sie sind aber kein Ersatz für bewährte Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, gesunde Lebensweise und Impfungen. Auch wenn Erkältungen sich nicht immer ganz verhindern lassen: Mit der richtigen Vorbeugung können Sie Ihr Risiko senken und den Verlauf mildern.

    👉 In einem weiteren Artikel stellen wir Ihnen bald bewährte Hausmittel vor, die Beschwerden tatsächlich lindern können.

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  • Plötzlich krank ohne Termin?

    Plötzlich krank ohne Termin?

    Bei akuten Beschwerden nutzen Sie bitte die nächste Akutsprechstunde. Diese findet Montag von 08:30 – 10:30 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 12:00 bis 14:00 Uhr –  ohne Voranmeldung – statt.

    Bitte erscheinen Sie hierzu rechtzeitig bis spätestens 30 Minuten vor Ende der Akutsprechstunde für eine Vorstellung am selben Tag. Eine Arztwahl ist nicht möglich.

    Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu abweichenden Sprech- und Öffnungszeiten auf unserer Website oder auf unseren Social-Media-Profilen.