Kategorie: Wissen

  • Geplante Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen: Was bedeutet das für Hausarztpraxen und Patienten?

    Geplante Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen: Was bedeutet das für Hausarztpraxen und Patienten?

    Die ambulante medizinische Versorgung steht vor großen Veränderungen. Hintergrund ist ein geplantes Sparprogramm im Gesundheitswesen, mit dem die gesetzlichen Krankenkassen finanziell entlastet werden sollen.
    Viele Hausarztpraxen, Berufsverbände und Kassenärztliche Vereinigungen sehen diese Entwicklung kritisch, denn die geplanten Maßnahmen könnten direkte Auswirkungen auf die medizinische Versorgung im Praxisalltag haben.
    Wir erklären, worum es geht und wie Sie uns unterstützen können, um sich gegen dieses Spargesetz zu wehren, um weiterhin Ihre hausärztliche Versorgung zu gewährleisten.

    Wer steckt hinter dem Sparprogramm?

    Der Gesetzentwurf zum sogenannten „GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz“ – kurz GKV-Spargesetz – wurde Ende April 2026 vom Bundeskabinett beschlossen. Federführend ist das Bundesgesundheitsministerium.
    Ziel der Bundesregierung ist es, die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung stabil zu halten und eine drohende Finanzierungslücke zu schließen.

    Laut Bundesgesundheitsministerium wird:
    • für 2027 mit einer Finanzierungslücke von rund 16 Milliarden Euro gerechnet
    • bis 2030 sogar ein Defizit von bis zu 40 Milliarden Euro befürchtet

    Geplant sind deshalb umfangreiche Einsparungen im Gesundheitswesen.

    Wie viel soll eingespart werden?

    Die Bundesregierung plant ein Maßnahmenpaket, das die gesetzlichen Krankenkassen bereits 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten soll.

    Davon sollen:
    • rund 11,2 Milliarden Euro durch Einsparungen im Gesundheitswesen entstehen
    • etwa 3,8 Milliarden Euro direkt von den Patienten über höhere Belastungen und Zuzahlungen getragen werden

    Die jährliche Entlastungswirkung soll nach Regierungsangaben bis 2030 auf mehr als 38 Milliarden Euro ansteigen. Kritiker bemängeln, dass insbesondere die ambulante Versorgung betroffen ist – also genau der Bereich, der täglich die wohnortnahe medizinische Betreuung sicherstellt.

    Was genau ist geplant?

    Begrenzte Vergütung trotz steigender Kosten

    Hausarztpraxen sollen Leistungen künftig teilweise nur noch begrenzt vergütet bekommen.
    Gleichzeitig steigen jedoch weiterhin:
    • Personalkosten
    • Mieten
    • Energiekosten
    • Materialkosten

    Besonders problematisch:
    Die Vergütungssteigerungen sollen künftig streng an die sogenannte Grundlohnsumme gekoppelt werden, unabhängig davon, wie stark die tatsächlichen Praxiskosten steigen.
    Für die Jahre 2027 bis 2029 ist zusätzlich eine gesetzliche Absenkung dieser Berechnungsgrundlage geplant.

    Teilweise Rückkehr zur Budgetierung

    Viele Hausarztpraxen hatten gehofft, dass die hausärztliche Versorgung langfristig entbudgetiert wird. Der aktuelle Gesetzentwurf sieht jedoch erneut Begrenzungen vor. Leistungen oberhalb bestimmter Budgets sollen künftig nur noch abgestaffelt vergütet werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) spricht deshalb von einer faktischen Teil-Budgetierung.

    Kürzungen bei der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV)

    Besonders umstritten ist die geplante Begrenzung der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV). Die HzV gilt als wichtiger Baustein für die zukünftige Patientensteuerung über die Hausarztpraxis. Genau dieses Modell möchte die Politik eigentlich stärken. Gleichzeitig sollen aber die finanziellen Mittel für neue Teilnehmer gedeckelt werden. Hausärzteverbände warnen deshalb davor, dass das geplante Primärarztsystem geschwächt wird, bevor es überhaupt flächendeckend umgesetzt werden kann.

    Wegfall bisheriger Vergütungsanreize

    Mehrere finanzielle Anreize für Hausarztpraxen – um noch mehr Patienten zu betreuen-  aus früheren Reformen sollen entfallen.
    Darunter:
    • Zuschläge für kurzfristige Terminvermittlung
    • Vergütungsvorteile für offene Sprechstunden
    • Sonderregelungen für Terminservice-Fälle

    Die gesetzlichen Pflichten bleiben jedoch bestehen.
    Das bedeutet: Praxen sollen weiterhin noch mehr Verfügbarkeit anbieten, mehr Patienten behandeln, aber mit geringerer Vergütung.

    Wir zitieren Herrn Stephan Bernhardt (niedergelassener Hausarzt in Tempelhof-Schöneberg): „Stellen  wir uns ein Lokal vor, in dem der Wirt mit dem zehnten bestellten Essen weniger Gewinn macht als mit dem ersten”.

    Mehr Bürokratie im Praxisalltag

    Geplant ist unter anderem ein neues Modell der Teil-Arbeitsunfähigkeit (Teil-AU). Dabei sollen Ärzte künftig differenzierter beurteilen und dokumentieren, ob Patienten noch teilweise arbeitsfähig sind. Viele Praxen rechnen dadurch mit deutlich mehr Verwaltungsaufwand.

    Änderungen bei Medikamenten und Verordnungen

    Zusätzlich sind strengere Vorgaben bei Arzneimittelverordnungen geplant. Außerdem sollen Medikamentenzuzahlungen steigen. Auch dadurch erwarten viele Praxen mehr Beratungs- und Erklärungsbedarf.

    Warum schlagen Hausärzte Alarm?

    Die KBV, Hausärzteverbände und viele niedergelassene Ärzte warnen inzwischen offen vor einer Verschlechterung der Versorgung. KBV-Chef Andreas Gassen erklärte: „Was dieses Gesetz reduzieren wird, ist die Versorgung.“ Nach Berechnungen der ärztlichen Selbstverwaltung könnten Praxen künftig deutlich weniger Patienten wirtschaftlich versorgen als bisher.

    Viele Ärztinnen und Ärzte befürchten deshalb:

    • längere Wartezeiten (generell auf Termine)
    • keine offene Akutsprechstunde mehr
    • Aufnahmestopps für Neupatienten
    • weniger Zeit pro Patient
    • keine KV-Termine mehr
    • Reduktion der bestehenden Patientenzahlen
    • Hauptkrebsscreening ist keine Kassenleistung mehr
    • insgesamt weniger Kassenleistungen (GKV)
    • keine akuten Vermittlungen mehr zu Gebietsfachärzten (Kardiologen, HNO etc.)
    • frühzeitige Praxisaufgaben
    • einen Rückgang neuer Niederlassungen

    Gerade in Berlin verschärfen hohe Miet-, Energie- und Personalkosten die Situation zusätzlich.

    Was könnte das für Patienten bedeuten?

    Besonders betroffen ist die ambulante Versorgung. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sollen allein im ambulanten Bereich bereits im kommenden Jahr rund 2,7 Milliarden Euro eingespart werden. Die KBV warnt deshalb vor spürbaren Auswirkungen auf die Patientenversorgung.

    Patienten könnten die Auswirkungen direkt im Alltag merken:
    • längere Wartezeiten auf Termine
    • eingeschränkte Erreichbarkeit
    • keine offenen Akutsprechstunden
    • schwierigere Hausarztsuche

    • keine akuten Vermittlungen mehr zu Gebietsfachärzten (Kardiologen, HNO etc.)
    • höhere Medikamentenzuzahlungen
    • weniger wohnortnahe Versorgung

    Viele Praxen arbeiten bereits heute an ihrer Belastungsgrenze. Deshalb warnen zahlreiche Ärzteverbände davor, dass die geplanten Kürzungen langfristig die hausärztliche Versorgung schwächen könnten.

    Aktuelle Protestaktion: „Hausarztpraxen retten“

    Angesichts der geplanten Kürzungen haben die Hausärztinnen- und Hausärzteverbände eine bundesweite Protestaktion gestartet. Unter dem Motto „Hausarztpraxen retten“ sollen Patientinnen und Patienten gemeinsam mit den Praxisteams auf die drohenden Folgen aufmerksam machen.

    Die Verbände kritisieren insbesondere:
    • die Kürzungen bei neuen HzV-Teilnehmern
    • die teilweise Rücknahme der Entbudgetierung
    • die aus ihrer Sicht fehlende Berücksichtigung der Folgen für die Patientenversorgung

    Wie können Patienten unterstützen?

    Über die Kampagnenseite www.hausarztpraxen-retten.de können Bürgerinnen und Bürger mit wenigen Klicks aktiv werden. Nach Eingabe der eigenen Postleitzahl wird automatisch der zuständige Bundestagsabgeordnete ermittelt.
    Anschließend kann direkt eine vorbereitete E-Mail versendet werden, um auf die Bedeutung einer starken hausärztlichen Versorgung hinzuweisen.
    Nach Angaben der Verbände soll dadurch bis zum 25. Juni 2026 politischer Druck aufgebaut werden, bevor das Gesetz endgültig beschlossen wird.

    So einfach retten Sie die Hausarztpraxen mit nur wenigen Klicks:

    1. Geben Sie Ihre Postleitzahl ein.
    2. Wählen Sie die Bundestagsabgeordneten aus, denen Sie schreiben möchten. Kopieren Sie die angezeigte E-Mail-Adresse in eine neue E-Mail in Ihrem E-Mail-Programm.
    3. Nutzen Sie den Textvorschlag (Betreff, Anschreiben) des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands oder schreiben Sie eine eigene E-Mail.

    Bitte erzählen Sie auch Ihren Familien, Freunden und Kollegen von dieser Aktion. Jede E-Mail zählt.

    Sie können auch gern unseren Instagram-Beitrag zur Aktion oder den Link zur Website teilen, um darauf aufmerksam zu machen.

    Warum die Zeit drängt

    Nach aktuellem Stand soll das Gesetz am Freitag, den 26. Juni 2026, in die letzte Beratung im Bundestag gehen. Bis dahin versuchen Hausärzteverbände, Praxisteams und Patienten gemeinsam, auf die möglichen Folgen aufmerksam zu machen.
    Ob das Gesetz vollständig verhindert wird, ist derzeit offen. Möglich sind jedoch Änderungen, Abschwächungen oder Nachbesserungen einzelner Regelungen.

    Warum betrifft das letztlich alle?

    Die hausärztliche Versorgung wird oft erst dann sichtbar, wenn sie nicht mehr selbstverständlich verfügbar ist. Wer kurzfristig medizinische Hilfe benötigt, unter chronischen Erkrankungen leidet oder einen festen Ansprechpartner für gesundheitliche Fragen sucht, ist auf funktionierende Hausarztpraxen angewiesen.

    Viele Hausärztinnen und Hausärzte wünschen sich deshalb, dass die Auswirkungen der geplanten Reform frühzeitig öffentlich diskutiert werden, bevor Einschränkungen im Praxisalltag für Patientinnen und Patienten spürbar werden.

    Denn eine wohnortnahe hausärztliche Versorgung ist nicht selbstverständlich. Sie ist ein zentraler Bestandteil unseres Gesundheitssystems und für viele Menschen ein Stück medizinischer Sicherheit im Alltag.

    Uns liegt Ihre nahe Gesundheitsversorgung am Herzen, deshalb haben wir vor 2 Jahren unsere gemeinschaftliche Hausarztpraxis in Berlin-Lichtenberg eröffnet.

    Danke für Ihre Unterstützung!

    Ihre Ärztinnen Dr. med. Claudia Burkhardt & Maria Heinemann
    & das gesamte Praxisteam

    Dieser Artikel erscheint als Unterstützung der Aktion des Hausärztinnen- und Hausärzteverband e. V.


    Bildnachweise:

    Titelbild & Logo: © Hausärztinnen- und Hausärzteverband e. V.

    Quellen:

    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz-kabinett-29-04-26

    https://www.aerzteblatt.de/news/spargesetz-arzte-krankenhauser-versicherte-sollen-zahlen-pharma-wird-geschont-8d0744ca-e74b-4193-a23e-41b3275bd0e3

    https://www.wiwo.de/politik/deutschland/gkv-reform-regierung-will-2027-163-milliarden-sparen/100220632.html

    https://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/gesundheitsreform-warken-legt-plaene-zum-sparpaket-vor_242_682892.html

    https://www.kbv.de/positionen/stellungnahmen/gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz

  • Akupunktur – Ganzheitliche Therapie

    Akupunktur – Ganzheitliche Therapie

    Sanfte Unterstützung für Ihre Gesundheit

    In unserer Praxis bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer individuell abgestimmten Akupunkturbehandlung. Diese bewährte Methode unterstützt den Organismus auf natürliche Weise dabei, Beschwerden zu lindern, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Heilungsprozess sanft zu fördern.

    Was ist Akupunktur?

    Akupunktur ist die gezielte therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen mit Nadeln und zugehörigen Reizverfahren über spezifische Punkte der Körperoberfläche. Sie wirkt unter anderem durch die Anregung und Wiederherstellung der körpereigenen Regulation. Eingesetzt wird die Akupunktur in Prävention, Therapie und Rehabilitation – insbesondere bei funktionellen, psychosomatischen und organischen Erkrankungen sowie bei Schmerzzuständen.

    Die Akupunktur zeigt, dass Vorgänge im Organismus durch die Reizung lokaler und entfernter Punkte gezielt beeinflusst werden können. So werden Energieflüsse harmonisiert, Blockaden gelöst und die körpereigenen Heilungskräfte aktiviert.

    Mikrosysteme und Ohrakupunktur

    Neben den klassischen Körperpunkten gibt es sogenannte Mikrosysteme. Der französische Arzt Paul Nogier entdeckte, dass auf der Ohrmuschel der gesamte Organismus auf kleinster Fläche in Form reaktiver Punkte mit festem Bezug zur Körpertopografie und Körperfunktion repräsentiert ist.
    In unserer Praxis wird die Akupunktur daher sowohl an Körperpunkten als auch an Ohrpunkten durchgeführt – je nach Beschwerdebild und individueller Situation.

    Triggerpunkt-Akupunktur

    Ein weiteres wichtiges Behandlungsfeld ist die Triggerpunkt-Akupunktur. Triggerpunkte sind kleinste, schmerzhafte Muskelverhärtungen, die myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen verursachen können – etwa Bewegungseinschränkungen und gestörte Bewegungsabläufe. Durch die gezielte Behandlung solcher Triggerpunkte mittels Akupunktur lassen sich diese Störungen wirksam lindern.

    Wann kann Akupunktur helfen?

    Die Akupunktur wird begleitend bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, zum Beispiel bei:

    • Schmerzen
      – Akute und chronische Schmerzen
      – Beschwerden und Funktionsstörungen des Bewegungssystems (z. B. Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden)
    • Kopfschmerzen
      – Migräne
      – Spannungskopfschmerzen
    • Stress- und Erschöpfungssymptome
      – Burnout
      – Schlafstörungen
      – Innere Unruhe
    • Magen-Darm-Beschwerden
      – Reizdarmsyndrom
      – Übelkeit
      – Verdauungsstörungen
    • Allergien und Atemwegserkrankungen
      – Heuschnupfen
      – Asthma
      – Urtikaria (Nesselsucht)
    • weitere Anwendungsgebiete
      – Begleitend zur Raucherentwöhnung
    Nahaufnahme einer Hand mit Akupunkturnadel

    Wie läuft eine Behandlung ab?

    Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese, bei der wir Ihre Beschwerden, Wünsche und Erwartungen besprechen. Anschließend erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan.
    Eine typische Sitzung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und findet in entspannter Atmosphäre statt.

    Akupunkturbehandlungen sind sanft, individuell und nahezu schmerzfrei. Sie werden sorgfältig durchgeführt und sind besonders verträglich. Viele Patientinnen und Patienten berichten von einem angenehmen Entspannungsgefühl während der Behandlung.

    Die Anzahl der benötigten Sitzungen richtet sich nach Ihrem persönlichen Behandlungsziel. Manchmal reichen bereits wenige Termine aus, während bei chronischen Beschwerden eine regelmäßige Begleitung sinnvoll sein kann.

    Kosten und Erstattung für Akupunkturbehandlungen

    Die Kosten der Akupunkturbehandlung werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Private Krankenkassen übernehmen die Behandlung in der Regel ganz oder teilweise.
    Eine Übernahme der Behandlungskosten durch die gesetzlichen Krankenkassen ist regulär nicht gegeben. Gesetzlich Versicherte können jedoch eine mögliche Kostenbeteiligung direkt bei ihrer Krankenkasse erfragen.

    Historischer Hintergrund

    Die Wurzeln der Akupunktur reichen viele Jahrtausende zurück. In die westliche Welt gelangte sie im 17. Jahrhundert. Der Begriff „Akupunktur“ stammt aus dem Lateinischen: acus bedeutet „Nadel“ und pungere „stechen“. Seit den 1970er-Jahren wird Akupunktur auch in westlichen Ländern wissenschaftlich erforscht und findet seither zunehmend Anerkennung in der modernen Medizin.

    Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gesundheit!

    Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Praxis. Wir beraten Sie ausführlich zur Akupunktur und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Plan, der optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

    Wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und innerer Balance zu begleiten.

    Unsere Expertise

    Frau Dr. med. Claudia Burkhardt hat im Sommer 2025 in Berlin den Nachweis einer Akupunkturgrundausbildung A-Diplom (120 Unterrichtsstunden) erbracht und damit den Anforderungen der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur sowie des Curriculums der Bundesärztekammer entsprochen. Sie ist Mitglied in der DÄGfA (Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.).

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  • Was ist Funktionelle Medizin?

    Was ist Funktionelle Medizin?

    Der Mensch als komplexes System

    Die Funktionelle Medizin ist ein innovativer Ansatz in der medizinischen Versorgung, der sich zunehmend als Ergänzung zur klassischen Schulmedizin etabliert. Anders als in der traditionellen Medizin, bei der oft nur Symptome behandelt werden, konzentriert sich die Funktionelle Medizin darauf, die Ursachen von gesundheitlichen Beschwerden zu erkennen und nachhaltig zu beheben. Ziel ist es, den Körper als Einheit zu betrachten und individuelle Unterschiede zu berücksichtigen.

    In diesem Konzept wird der Mensch als komplexes System gesehen, in dem genetische Faktoren, Umweltbelastungen, Ernährung und Lebensstil eine bedeutende Rolle spielen. Ärzte, die diesen Ansatz verfolgen, nehmen sich Zeit für eine ausführliche Anamnese. Dabei werden Lebensgewohnheiten und Ernährungsweisen genau analysiert, um ein umfassendes Bild der individuellen Gesundheit zu gewinnen. Auf Basis dieser Diagnostik werden individuelle Therapiepläne erstellt, die oft auch alternative und ergänzende Behandlungsmethoden einbeziehen.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt der Funktionellen Medizin ist die Prävention. Durch die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um Erkrankungen vorzubeugen oder deren Verlauf positiv zu beeinflussen. Patienten lernen, wie sie durch Anpassungen im Lebensstil – etwa durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und effektives Stressmanagement – ihre Gesundheit aktiv fördern können.

    Die Funktionelle Medizin bietet somit einen wertvollen Beitrag zu einer modernen, patientenorientierten Gesundheitsversorgung, in der nicht nur die Symptome, sondern die Ursachen der Erkrankung im Fokus stehen.

    Funktionelle Medizin – Begleitende Behandlung bei chronischen und komplexen Erkrankungen

    Sie kann bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern unterstützend angewendet werden. Besonders bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden kann die Funktionelle Medizin helfen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

    Zu den Erkrankungen, die mit Funktioneller Medizin begleitend behandelt werden können, gehören unter anderem:

    • Chronische Magen-Darm-Erkrankungen
      Dazu zählen Reizdarmsyndrom, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronische Verstopfung oder Durchfälle sowie entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Funktionelle Medizin setzt hier auf eine gezielte Ernährungsumstellung, Darmgesundheit und Entzündungshemmung.
    • Autoimmunerkrankungen
      Krankheiten wie Hashimoto-Thyreoiditis, rheumatoide Arthritis oder Multiple Sklerose profitieren oft von einem individuellen Therapieansatz, der das Immunsystem reguliert und entzündungsfördernde Faktoren reduziert.
    • Hormonelle Störungen
      Dazu gehören Schilddrüsenprobleme, Wechseljahresbeschwerden oder Nebennierenschwäche. Mit gezielter Diagnostik und Anpassung von Ernährung und Lebensstil kann die Funktionelle Medizin das hormonelle Gleichgewicht unterstützen.
    • Chronische Erschöpfung und Burnout
      Stress, Schlafmangel und eine Überlastung des Körpers können zu anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung führen. Die Funktionelle Medizin hilft, Stressoren zu identifizieren, den Körper zu stärken und neue Energie zu gewinnen.
    • Stoffwechselstörungen und Übergewicht
      Diabetes Typ 2, Insulinresistenz und andere Stoffwechselerkrankungen lassen sich durch gezielte Ernährungsstrategien und individuelle Therapieansätze positiv beeinflussen.
    • Hauterkrankungen
      Neurodermitis, Akne oder Psoriasis stehen oft in Verbindung mit Entzündungen im Körper oder einer unausgeglichenen Darmflora. Die Funktionelle Medizin betrachtet Hautprobleme ganzheitlich und setzt auf innere Heilung.

    Funktionelle Medizin in unserer Praxis – Methoden für Ihre ganzheitliche Gesundheit

    Für das Erstgespräch nehmen wir uns 60 min Zeit für ihre persönliche Geschichte und widmen uns allen bestehenden Symptomen, bevor wir gemeinsam die geeignete Diagnostik auswählen.

    Häufig kommt hier die VNS Analyse zum Einsatz, um eine Ausgangssituation zu eruieren.

    Die Auswertung ihrer Befunde und Therapieplanung erfolgt in der Regel nicht in der Sprechstunde sondern in der Vorbereitung darauf.

    Für eine Befundbesprechung und einen Therapievorschlag treffen wir uns erneut in der Sprechstunde für ca. 30 min.

    Über einen von uns gemeinsam festgelegten Zeitraum erfolgen im Anschluss weitere Diagnostik und Therapieanpassungen befundabhängig.

    Gerne analysieren wir zwischenzeitlich oder auch am Ende einer Behandlung erneut mittels VNS Analyse ihr vegetatives Nervensystem.

    In der funktionellen Medizin geht es darum, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern auch die Ursachen von Beschwerden zu erkennen und zu beheben. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, die individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden: Neben den vielen Umstellungen, die vorgenommen werden können, kann auch eine Behandlung mittels IHHT begleitend erfolgen.

    Ernährungsumstellung:

    Eine ausgewogene Ernährung ist das Fundament. Durch gezielte Veränderungen – wie eine entzündungshemmende Diät oder den Verzicht auf belastende Nahrungsmittel – können Entzündungen reduziert und das Immunsystem gestärkt werden.

    Gezielte Labordiagnostik

    Moderne Blut- und Stoffwechseltests der speziellen Immunologie helfen dabei, Ungleichgewichte im Körper aufzudecken. So können beispielsweise Nährstoffmängel, hormonelle Dysbalancen oder entzündliche Prozesse frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden.

    Nahrungsergänzungsmittel

    Basierend auf den Untersuchungsergebnissen können Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Präparate eingesetzt werden, um erkannte Defizite auszugleichen und die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen.

    Darmgesundheit und Mikrobiom-Optimierung:

    Ein gesunder Darm bildet die Basis für das Immunsystem. Durch den gezielten Einsatz von Probiotika und eine angepasste Ernährung wird die Darmflora unterstützt, was zu einer besseren Verdauung und gesteigertem Wohlbefinden beitragen kann.

    Stressmanagement und Bewegungstherapie

    Stress ist oft ein stiller Mitverursacher chronischer Beschwerden. Entspannungsverfahren wie Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung sowie ein individuell abgestimmtes Bewegungsprogramm helfen, das Stresslevel zu senken und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

    Kosten und Erstattung

    Die Kosten werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Private Krankenkassen übernehmen die Behandlung in der Regel ganz oder teilweise.
    Eine Übernahme der Behandlungskosten durch die gesetzlichen Krankenkassen ist regulär nicht gegeben. Gesetzlich Versicherte können jedoch eine mögliche Kostenbeteiligung direkt bei ihrer Krankenkasse erfragen.

    Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gesundheit!

    Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Praxis. Wir beraten Sie ausführlich zu den Möglichkeiten der Funktionellen Medizin und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Plan, der optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

    Wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu begleiten.

    Unsere Expertise

    Frau Maria Heinemann hat im Sommer 2025 erfolgreich die Ausbildung zum Therapeuten für Funktionelle Medizin absolviert. Die Ausbildung umfasste 60 Unterrichtseinheiten mit jeweils 45 Minuten Unterrichtszeit.

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    Zertifikat: Praxis Lichtenberg

  • 5 Mythen über Erkältungen

    5 Mythen über Erkältungen

    Rund um das Thema Erkältung kursieren viele Tipps und Überzeugungen: vom Knoblauch bis zur warmen Kleidung. Doch nicht alles, was man seit Kindertagen hört, stimmt auch wirklich. In diesem Beitrag klären wir fünf der häufigsten Erkältungsmythen auf und zeigen, was tatsächlich hilft.

    Mythos 1: Knoblauch schützt vor Erkältung

    🧄 Knoblauch gilt seit Jahrhunderten als gesundes Nahrungsmittel. Er enthält tatsächlich Substanzen, die antibakteriell wirken können. Trotzdem gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, dass Knoblauch zuverlässig vor Erkältungen schützt oder eine Ansteckung verhindert.

    Besser: Verwenden Sie Knoblauch gern als aromatisches und gesundes Lebensmittel – verlassen Sie sich jedoch nicht darauf, Erkältungen damit fernzuhalten.

    Mythos 2: Hühnersuppe macht sofort gesund

    🍲 Hühnersuppe wird seit Generationen als „natürliches Antibiotikum“ angepriesen. Ganz so stark ist ihre Wirkung zwar nicht – aber sie hat tatsächlich positive Effekte. Die warme Brühe spendet Flüssigkeit, liefert Mineralstoffe, wirkt leicht abschwellend und befeuchtet die Atemwege.

    Aber: Sie kann die Beschwerden lindern, nicht die Krankheit heilen. Wer stark erkältet ist, braucht vor allem Ruhe, Schlaf und Geduld.

    Besser: Hühnersuppe ist ein gutes Hausmittel, um sich wohler zu fühlen – aber kein Ersatz für ärztliche Behandlung, falls die Symptome länger anhalten oder sich verschlimmern.

    Mythos 3: Alkohol „desinfiziert“ von innen

    🍺 Ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt oder ein Schnaps bei den ersten Halsschmerzen? Der Gedanke, Alkohol könne Bakterien und Viren im Körper bekämpfen, ist ein Irrtum. Im Gegenteil: Alkohol schwächt das Immunsystem, trocknet den Körper aus und kann den Verlauf einer Erkältung eher verschlimmern.

    Besser: Greifen Sie lieber zu warmem Tee mit Honig oder einer heißen Brühe – das tut gut und unterstützt die Flüssigkeitszufuhr.

    Mythos 4: Viel Schwitzen hilft gegen Erkältung

    💦 „Die Erkältung ausschwitzen“ – dieser Spruch hält sich hartnäckig. Doch starkes Schwitzen, etwa durch Sauna oder dicke Decken, verkürzt eine Erkältung nicht. Im Gegenteil: Der Körper verliert Flüssigkeit und kann zusätzlich belastet werden.

    Besser: Schonung, ausreichend Schlaf und viel trinken sind effektiver. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich Ruhe, wenn Sie krank sind.

    Mythos 5: Erkältungen kommen von Kälte

    ❄️ „Zieh dich warm an, sonst erkältest du dich!“ – diesen Satz haben die meisten schon als Kind gehört. Aber: Kälte allein macht nicht krank. Erkältungen werden durch Viren ausgelöst.

    Was stimmt: Kälte kann die Abwehrkräfte der Schleimhäute schwächen. Wenn Nase und Rachen auskühlen, arbeiten die dortigen Abwehrzellen weniger effektiv. Auch kalte Füße oder Unterkühlung können den Körper stressen. Dadurch haben Viren leichteres Spiel. 🦠

    Besser: Warme Kleidung schützt also nicht direkt vor Viren, aber sie unterstützt den Körper dabei, sich zu wehren. Entscheidend ist letztlich der Kontakt mit Erkältungsviren – zum Beispiel in überfüllten Räumen oder bei engem Kontakt mit Erkrankten.

    Was wirklich hilft, um Erkältungen vorzubeugen

    • 🧼 Gründliche Händehygiene: Regelmäßiges Waschen mit Seife entfernt Krankheitserreger und ist eine der effektivsten Schutzmaßnahmen.
    • 🍏 Gesunder Lebensstil: Schlaf, Bewegung, frische Luft und Stressabbau stärken die körpereigenen Abwehrkräfte.
    • 💧 Ausreichend trinken: Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und unterstützt die natürliche Abwehr des Körpers.
    • 🤝 Abstand und Rücksicht: Wenn möglich, engen Kontakt zu bereits erkrankten Personen meiden. Husten- und Niesetikette einhalten.

    Hinweis zur Grippeschutzimpfung

    🩺💉 Neben Erkältungen tritt in der kalten Jahreszeit auch die echte Grippe (Influenza) vermehrt auf. Anders als eine Erkältung kann die Grippe schwer verlaufen. Ein wirksamer Schutz ist die jährliche Grippeschutzimpfung.

    👉 Die aktuellen Impfzeiten finden Sie jederzeit auf unserer Website im Bereich „News“. Schauen Sie dort nach und vereinbaren Sie gern einen Termin. So schützen Sie sich und gleichzeitig andere Menschen in Ihrem Umfeld.

    Fazit

    Hausmittel können in manchen Fällen eine wohltuende Unterstützung sein – etwa warme Tees, Inhalationen oder Ruhe. Sie sind aber kein Ersatz für bewährte Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, gesunde Lebensweise und Impfungen. Auch wenn Erkältungen sich nicht immer ganz verhindern lassen: Mit der richtigen Vorbeugung können Sie Ihr Risiko senken und den Verlauf mildern.

    👉 In einem weiteren Artikel stellen wir Ihnen bald bewährte Hausmittel vor, die Beschwerden tatsächlich lindern können.

    Bildnachweise
    Titelbild: © freepik | jcomp
    Beitragsbilder: © freepik | chandlervid85, katemangostar, ChatGPT